Ablauf der Implantat-Behandlung:
Die Behandlung erfolgt im wesentlichen in zwei Schritten.
1. Schritt: Die Implantate werden in örtlicher Betäubung in
den Kiefer eingesetzt, und das Zahnfleisch darüber vernäht. Es
folgt eine 2-4 monatige Einheilphase, in der Sie einen provisorischen Zahnersatz
tragen.
2. Schritt: Nach Freilegung des Implantates und einem Abdruck wird der
endgültige Zahnerssatz auf den eingewachsenen Implantaten verschraubt.
Das Implantat verwächst gleichsam
mit dem Kieferknochen, es wird zum Halteelement für Ihren Zahnersatz.
Wie bei einem Baum, der seine Stabilität und Standfestigkeit durch
die Wurzeln erhält, wird Ihr Zahnersatz durch das Implantat getragen.
Während der Einheildauer darf das Implantat nicht belastet werden, damit sich die Knochenzellen gut mit der Implantatoberfläche verbinden können.
Ab jetzt hat Ihr Leben wieder Biss, genießen Sie nach Herzenslust.
Implantat-Systeme:
Eine Vielzahl von Implantatsystemen steht uns mittlerweile zur Verfügung. Welches das beste, geeignetste System für Sie ist, entscheidet Ihr Implantat-Spezialist.
Seine Wahl hängt ab von biologischen und physiologisch-mechanischen Kriterien:
- An welcher Stelle soll das Implantat eingesetzt werden?
- Ist das Knochenangebot ausreichend?
- Wie stark wird das Implantat belastet?
Auch das Material für die Herstellung der Implantate unterscheidet sich. So gibt es Implantate aus Titan, aus Aluminiumoxidkeramik, aus Biogläsern, Glaskeramik oder Kalziumphosphatkeramik.
Biogläser werden übrigens am besten vom Körper akzeptiert. Allerdings sind sie oft nicht hart genug und können nicht in jedem Fall verwendet werden.
Voraussetzungen:
Implantate eignen sich besonders als Ersatz einzelner Zähne,
sowohl bei Schneidezähnen als auch bei Backenzähnen,
aber auch als Brückenpfeiler und zur Befestigung von herausnehmbarem Zahnersatz.
Bei bestimmten Erkrankungen kann es möglich sein, daß auf eine Implantation verzichtet werden muß, so z.B. bei bestimmten Knochenveränderungen, Immunsystem-Störungen oder
auch bei nicht ausreichendem Knochenangebot im betreffenden Kiefer. Hier kann man allerdings mittlerweile durch einen Eingriff neuen Knochen aufbauen.
Wichtig für jede Implantation und zum langen Erhalt der neuen Zähne ist natürlich eine ausreichende Mundhygiene, die zusätzlich regelmäßig durch eine
professionelle Reinigung
in Ihrem Prophylaxe-Zentrum beim Zahnarzt unterstützt werden muß.
Risiken:
Bei jedem Einsatz von Fremdkörpern in menschliches Gewebe bestehen verschiedene Restrisiken, z.B. Nervverletzungen, Abstoßungsreaktionen oder eine Eröffnung der
Kieferhöhle. Diese Risiken können jedoch durch einen geübten Operateur weitgehend ausgeschlossen werden. Das bedeutet: gehen Sie nur zu erfahrenen Zahnärzten, die mit der
Technik der Implantologie durch viele Hundert Implantate bestens vertraut und geübt sind.
Nur eine sehr gute Beratung und Untersuchung im Vorfeld der Behandlung kann Mißerfolge verhindern!
Zu weitergehenden Fragen stehen wir Ihnen per